Podcast zum Lesen für Hörgeschädigte

Moin – schön, dass du wieder mit an Bord bist bei meinem Podcast rund um Entspannung, Reflexion und Denkanstößen für ein zufriedeneres und entspannteres Leben.

Die heutige Folge heißt „Projekt sorgenfrei“!

Während der Sommerpause ging es natürlich nicht nur um die Frage, welche Themen kann ich in meinem Podcast behandeln. Es war natürlich auch eine Chance, mal ein wenig durchzuatmen und sich neu zu sortieren.

Das Jahr 2020 ist für mich zusammenfassend bisher zumindest ein wilder Ritt! Alle Planungen vom Anfang des Jahres wurden beruflich wie privat relativ zügig über den Haufen geworfen, als selbstständiger Einzelunternehmer wurde mein bisheriger Business Case aufgrund der Pandemie und den daraus resultierenden Herausforderungen enorm auf die Probe gestellt. Somit war im ersten Halbjahr 2020 ein Reagieren auf von außen auf mich einprasselnde Veränderungen.

Diese Veränderungen habe nicht nur neue Ideen hervorgebracht, es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass dadurch nicht auch Ängste mit aufgepoppt wären.

Wie schon in früheren Podcast-Folgen angeschnitten bin ich persönlich eher ein Planer als ein drauf-los-Macher und somit habe ich mich neben den ganzen Unsicherheiten bzgl. einer möglichen Ansteckung mit Corona auch deshalb unwohl gefühlt, weil ich schlicht keine Zeit hatte, eine Neuplanung des Jahres 2020 und das, was hoffentlich bzw. möglicherweise danach kommt zu machen.

Deshalb habe ich mich nach einem bewussten und kurzen Durchatmen in der Sommerpause hingesetzt und mir erstmal mit einem Sorgenstern vor Augen geführt, welche Sorgen mich in der aktuellen Situation an meisten umtreiben und mich am meisten nervös machen. Jede Spitze des Sterns steht dabei für eine eigenständige Sorge, die mich gerade bewegt und in Resonanz gehen lässt.

 

Da kamen dann Themen hoch wie Geld, Gesundheit, Steuern, Beruf, Partnerschaft und Freundschaften. In allen diesen Bereichen hatte ich Sorgen verschiedenster Art.

Danach habe ich angefangen, den Sorgenstern auszumalen – jede Sorge in einer anderen Farbe. Dabei ist wichtig zu beachten: Je vollständiger eine Spitze ausgemalt ist, desto größer ist diese spezifische Sorge im Vergleich zu den übrigen aufgeführten Sorgen. Somit wird aus diesem Sorgenstern gleichzeitig ein buntes Spinnendiagramm.

Es spielt dabei übrigens keine Rolle, ob du Wachsmaler, Filzstifte oder Buntstifte für das Ausmalen verwendest – ganz nach deiner Inspiration, Lust und Laune. Theoretisch kannst Du auch tuschen oder mit Ölfarbe arbeiten, wenn es dir guttut und Spaß bringt!

Ich habe bei meinem Stern mit Buntstiften gearbeitet und während ich den Stern ausgemalt habe bewusst über die Sorge, die ich gerade am Ausmalen war, nachgedacht. Wie bei einer Meditationsübung einfach meine Gedanken zu dieser Sorge kreisen lassen und alle Bilder, Wörter oder Gedanken dazu willkommen geheißen. Nach dem Ausmalen habe ich dann den Gedanken, das Bild oder auch die Emotion, die sich mir beim Malen am meisten gezeigt hat, zu dieser Sorge dazu geschrieben.

 

Als alle Spitzen mehr oder weniger ausgemalt waren, wurde durch die farbliche Visualisierung klar, welche Sorge momentan am meisten Bauchschmerzen bereitete.

Mit dieser Sorge bin ich dann konkret weitergegangen und habe mir Maßnahmen oder Aktivitäten überlegt, die ich anstreben kann, um aus dem Reagieren in ein Agieren zu kommen und gleichzeitig die Sorge zu minimieren oder idealerweise ganz aufzulösen.

Das kann bei der Sorge Freundschaften auch im ersten Step einfach die Aktivität sein, einen Freund, den man aufgrund von Corona nun ein halbes Jahr nicht gesehen hat, eine WhatsApp zu schreiben und zu fragen, ob wir uns mal wieder treffen können!?

Ich war nach dieser Übung total beschwingt und motiviert, mein Leben und somit auch meine Sorgen in die Hand zu nehmen und daran gezielt zu arbeiten – der Planer in mir hatte seinen Frieden gefunden!

Das schöne an der Methodik ist: Sie ist so einfach, gleichzeitig mit kreativen Elementen und hilft einem gezielt sich zu fokussieren und nicht in einem großen Haufen Stress zu versinken. Und… man kann die Übung immer wieder machen!

Probiert es einfach aus!

Die Vorlage für den Sorgenstern packe ich in die Cloud – den Download-Link dafür stelle ich in den Shownotes und auf meiner Homepage in den Text mit rein.

 

Das war es schon wieder mit der heutigen Folge des entspannungspunks.

Schick mir gerne Eure Bilder von deinem Sorgenstern zu und nimm für dich an dem Projekt sorgenfrei teil!

 

Ich freue mich auf dein Feedback und auch auf deine Ideen für neue Themen und Folgen.

Bis zur nächsten Folge…

 

Dein Carsten

Jeder von uns reagiert auf Stress anders – aber die meisten von uns haben etwas gemeinsam: Der Stress muss irgendwie “abgeleitet werden – er muss raus”!

Beim “wie” unterscheiden sich allerdings die Optionen: Der eine geht Laufen, die andere macht Yoga und wiederum andere haben stressbedingte Ticks, die immer dann zum Vorschein kommen, wenn das Fass mal wieder am Überlaufen ist.